Indischer Zitronenreis mit Cashew-Kernen und Kokos

asiatisch | 28. Januar 2018 | von

Auch wenn bei meinem knappen Monat in Indien nicht die Kulinarik, sondern Yoga im Mittelpunkt stand, so ist mir doch Eines aufgefallen: Die Menschen vor Ort haben eine besondere Begabung, aus einfachen Dingen etwas Außergewöhnliches zu machen. Sei es ein kleines Straßencafé, das mit seinen bunten Tischen und grünen Pflanzen zu einer Oase der Ruhe wird. Oder die Verkäuferin, die einem zum täglichen Einkauf einfach ein paar indische Maischips schenkt. Oder – der Reis.

In der österreichischen Küche ist es ja so, dass Reis primär als Sättigungsgrundlage dient. Ungewürzt und fade begleitet er im besten Fall Gemüse und Huhn, im schlimmsten Schnitzel. Man kann es unseren Großeltern nicht verübeln, dass sie nichts Besseres mit den kleinen Körnern anzufangen wussten – schließlich hatten sie nicht die Möglichkeit, einfach mal so um den halben Erdball zu fliegen, um zu erfahren, wie man Reis richtig zubereiten sollte. Nämlich so, dass man nichts braucht außer einer Schale voll davon, vielleicht noch eine zweite. So, wie man Reis in Indien kocht.

Nachdem ich vier Wochen lang die Gelegenheit hatte, mich durch die verschiedenen Reisgerichte zu kosten, habe ich zuhause versucht, meinen absoluten Favoriten nachzukochen – leuchtend gelben, frischen Zitronenreis. Ganz so gut wie in Indien schmeckte er zugegebenrmaßen nicht, aber vielleicht lag der Genuss dort auch an der warmen Meeresbrise, den goldenen Sonnenstrahlen und dem übermenschlichen Hunger, den man bei einer Yogalehrerausbildung dauernd hat. Oder vielleicht daran, dass in Indien die einfachsten Dinge außergewöhnlich sind.

Indischer Zitronenreis mit Cashew-Kernen und Kokos
Portionen 4
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Kochzeit insgesamt
15 min
Kochzeit insgesamt
15 min
Zutaten
  1. 350 g Reis (Jasmin- oder Basmatireis)
  2. 1 EL Kurkuma-Pulver
  3. 1 EL Ingwer, gerieben oder Ingwerpulver
  4. 2 EL Kokosraspeln
  5. 2 EL Kokosmilch
  6. 4 - 5 Curryblätter
  7. 1 rote Chili gehackt, ev. ohne Kerne
  8. Abrieb von 2 Bio-Zitronen
  9. 1 Handvoll Cashew-Kerne, grob zerkleinert (Mörser) oder gehackt
  10. 1 TL Senfkörner
  11. 1 TL Bockshornkleesamen (nach Geschmack ganz oder gemahlen)
  12. 2 EL Butter oder Öl zum anbraten
Zubereitung
  1. Bringe in einem großen Topf ausreichend Wasser zum Kochen. Füge das Kurkuma-Pulver und den Reis hinzu.
  2. Während der Reis nach Packungsanleitung kocht, röste die Cashew-Kerne in einer Pfanne ohne Öl goldbraun and. Stelle die Kerne beiseite.
  3. Vermische die Kokosflocken mit der Kokosmilch, sodass ein Brei entsteht.
  4. Etwa drei Minuten, bevor der Reis gar ist, erhitze in einer Pfanne Butter oder Öl und röste die Curryblätter, Bockshornkleesamen, Ingwer, Chili und die Senfkörner an - Achtung, die Senfkörner springen aus der Pfanne, wenn sie zu heiß werden!
  5. Seihe den Reis ab und gib ihn zu den Gewürzen in die Pfanne. Füge den Kokosbrei, die Cashewkerne und den Zitronenabrieb hinzu. Nach Geschmack noch etwas Zitronensaft über den Reis träufeln und servieren.
Notizen
  1. Mengenangabe für 4 Personen als Beilage. Der Reis passt wunderbar zu Rindfleisch oder Fisch. Wenn es schnell gehen muss, einfach wie ich ein Spiegelei drüber schlagen - und fertig ist die Hauptmahlzeit 😉
Wolkenkraxler - Rezepte aus Tirol http://www.wolkenkraxler.at/

Yum

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