Kokos-Rhabarber Naked Cake, low carb

g`sund | 11. Mai 2017 | von

Rhabarber-Kokos Naked Cake, low carb

Habt ihr schon von „Naked Cakes“ gehört?

Dieser neue Back-Trend bedeutet eigentlich nichts anderes, als dass eine Torte, die aus mehreren Schichten zusammengesetzt ist, nicht mehr aufwändig mit Creme „verputzt“ und alsdann mit Fondant oder Marzipan überzogen wird, sondern in „nackter“ Schönheit erstrahlen darf.

Da ich mich bereits an zahlreichen klassischen Torten mit Fondant-Überzug versucht und diese Methode immer als reichlich mühsam empfunden habe, freut mich dieser Backtrend umso mehr (Wie bekommen das die Mädels auf Instagram bloß hin, dass sich die Masse ohne Risse und Bläschen gleichmäßig um den Kuchen schmiegt? Mir ist es – bis heute – ein Rätsel!).

Nachdem ich mich seit einigen Wochen bemühe, Kohlenhydrate und damit Zucker soweit wie möglich von meinem Speißeplan zu streichen (funktioniert übrigens super, mehr Inspiration dazu findet ihr beim wunderbaren Blog von Lisa von Koch mit Herz), musste meine neueste Back-Kreation nicht nur nackert, sondern auch weitestgehend low carb sein.

Rhabarber-Kokos Naked Cake, low carb

Eine Herausforderung, die sich sowohl auf meine Nerven als auch auf die Geldbörse schlug, das muss ich ganz ehrlich zugeben. Die Zutaten im Rezept findet man nur zu stolzen Preisen im Bio-Markt. Hinzu kam, dass das von mir abgewandelte Rezept ursprünglich viel weniger Flüssigkeit enthielt, was dazu führte, dass sich der Teig wie Zement in der Schüssel verklebte. Nur eine Tasse Kokoswasser rettete den Kuchen, was allerdings die Backzeit um eine gute halbe Stunde verlängert hat.

Aber: Die Mühe hat sich gelohnt! Wenn ihr also viel Geduld und auch ein wenig Bares übrig haben solltet, um einmal eine besondere Torte zu zaubern (zum Beispiel für die figurbewusste Mama zum Muttertag) – let`s bake!

Rhabarber-Kokos Naked Cake, low carb
Portionen 10
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Kochzeit insgesamt
4 hr
Kochzeit insgesamt
4 hr
Für den Kuchen
  1. 100 g weiche Butter
  2. 150 g Birkenzucker
  3. 4 Eier
  4. 1 Prise Salz
  5. 150 g Mandelmehl, teilentölt
  6. 60 g Kokosmehl (man kann die Mehlanteile sicher auch abändern)
  7. 50 g Eiweißpulver Vanille (gibt's z.B. im Sportgeschäft)
  8. 80 g Kokosraspeln
  9. 2 TL Weinsteinbackpulver
  10. 1 TL Guarnkernmehl
  11. 200 ml Kokosmilch
  12. 1 Tasse (ca.) Kokoswasser
  13. 1 Pkg. Rhabarber
  14. 4 EL Birkenzucker zum Einkochen
  15. Pflanzenöl zum Einfetten
Für die Creme
  1. 300 g Mascarpone
  2. 200 g Sauerrahm
  3. Mark einer Vanilleschote
  4. 5 TL Birkenzucker
  5. 250 ml Schlagobers
  6. ev. 1 Pkg. Sahnesteif
  7. Kräuter für die Verzierung
Zubereitung
  1. Den Backofen auf 180° vorheizen.
  2. Eine kleine (!) Springform mit Pflanzenöl einfetten, am besten einen Bogen Backpapier am Boden "einspannen" (Backpapier auf den Boden der Form legen, dann Ring darüber schließen).
  3. Rhabarber waschen, die harten Fasern auf der Außenseite entfernen, in Stücke schneiden.
  4. Alle Mehle, Kokosraspeln, Eiweißpulver und Backpulver in eine Schüssel wiegen.
  5. Butter und Eier mit dem Birkenzucker und einer Prise Salz mixen/aufschlagen. Kokosmilch zugeben, nach und nach die trockenen Zutaten unterrühren. Wenn der Teig zu fest sein sollte (hängt auch ein bisschen von der Konsistenz der Kokosmilch ab), Kokoswasser zugeben, bis der Teig eine cremige Konsistenz hat.
  6. Die Hälfte des Teiges in die Springform füllen. Die Hälfte der grünen Rhabarber-Stücke darauf verteilen und leicht in den Teig drücken. Mit etwas Birkenzucker bestreuen und ca 80 Minuten backen (Stäbchenprobe!). Nach etwa einer Stunde mit Alufolie abdecken, damit der Rhabarber nicht braun wird.
  7. Währenddessen die roten Rhabarber-Stücke in einem Topf mit dem Birkenzucker erhitzen und kurz einkochen lassen. Der Rhabarber sollte nicht zu weich werden. Beiseite stellen.
  8. Wenn der erste Kuchen fertig ist, kurz abkühlen lassen und vorsichtig aus der Springform lösen. Diese erneut einfetten, den zweiten Teil des Teiges und die restlichen grünen Rhabarber-Stücke einfüllen. Mit Birkenzucker bestreuen. Wieder ca. 80 Minuten backen.
  9. Kuchen vollständig auskühlen lassen und aus der Springform nehmen. Beide Kuchen mit einem scharfen, dünnen Messer in zwei Teile schneiden. Alle Kuchenstücke auf Tellern bereit stellen.
  10. Für die Creme alle Zutaten außer dem Schlagobers verrühren. Schlagobers, ev. mit Sahnesteif für eine festere Konsistenz, aufschlagen. Vorsichtig unter die Creme heben.
  11. Das erste Kuchenstück auf einen Teller heben - darauf achten, dass sich Kuchenteile mit Rhabarber und ohne abwechseln (Stabilität). Die Creme großzügig auf dem Kuchenboden verteilen. Nächsten Boden vorsichtig darauf platzieren, wiederholen, bis alle vier Teile aufeinander liegen. Obersten Kuchen mit Creme bestreichen. Die Creme, die nun auf den Seiten hervortritt, mit einem Kuchenspatel oder dem Löffelrücken an der Außenseite des Kuchens verstreichen, bis er wie gewünscht aussieht (ev. noch Creme hinzufügen).
  12. Roten Rhabarber mit einem Löffel auf der Torte arrangieren. Mit zwei Kräuterzweigen (z.B. Bergkraut, Thymian oder ähnliches) dekorieren.
Wolkenkraxler - Rezepte aus Tirol http://www.wolkenkraxler.at/
Yum

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