Natale senza glutine – Blogger-Event bei Vapiano Innsbruck

allgemein, unterwegs | 12. Dezember 2016 | von

Blogger-Events in Innsbruck haben immer noch Seltenheitswert – um so mehr habe ich mich gefreut, als Vapiano Innsbruck am vergangenen Samstag zum Blogger-Kochen lud. Unter dem Titel “Natale senza Glutine” durfte ich gemeinsam mit Tina, Saskia, Julie, Sarah, Susanna, Michaela und weiteren netten Mädels einen Vormittag lang glutenfreie Pizza und Pasta zubereiten und anschießend verkosten. Bevor es richtig losging, gab es an den weihnachtlich gedeckten Tischen bei einer Tasse (frisch gebrühtem Pfefferminz-)Tee genügend Zeit, sich ein wenig kennenzulernen.

Nach dieser „Aufwärmrunde“ wurden wir von den leitenden Vapianistas/os der Innsbrucker Innenstadt-Filiale begrüßt und über die glutenfreien Gerichte bei Vapiano informiert. Da ich glücklicherweise unter keiner Lebensmittelunverträglichkeit leide, war dieser Teil für mich besonders spannend. Vapiano orientiert sich als internationales Unternehmen nämlich an den Leitlinien der deutschen Zöliakie-Gesellschaft – und diese sind aus Laien-Sicht äußerst rigide. So müssen die glutenfreien Nudeln in der Vapiano-Küche komplett getrennt von allen anderen Produkten zubereitet werden, damit ein Kontakt mit wiezenhaltigen Lebensmitteln garantiert ausgeschlossen werden kann. Der glutenfreie Pizza-Boden wird zugeliefert, da eine hauseigene Herstellung nicht möglich ist. An den bekannten Ausgabe-Stationen des Feelgood-Italieners gibt es zudem eigene Kochstationen, die für die glutenfreie Zubereitung reserviert sind. Sogar die Teller für die Pizzen werden getrennt vom „normalen“ Geschirr gelagert.

Überhaupt sind die Hygiene-Standards bei Vapiano ausgesprochen hoch, und so durften wir uns vor unserem Ausflug in die Küche zumindest aussehenstechnisch in vollwertige Vapianistas verwandeln – inklusive langer Kochbluse, Schürze und Käppchen. Unter großen Gelächter wurden eilig die ersten Selfies gemacht, bevor es im Gänsemarsch in die Küche ging (unsere Straßenschuhe durften wir ausnahmsweise anbehalten).

Nach sorgfältigem Händewaschen und Desinfizieren schlüpften wir in die Gummihandschuhe – bereit, die Kochlöffel zu schwingen! Das „Selfmade“-Gefühl wollte sich bei meiner ersten Station, dem Pizzabacken, jedoch noch nicht ganz einstellen. Da der Boden wie gesagt zugeliefert wird, ist die Zubereitung nämlich sehr schnell und einfach: Boden auspacken, mit glutenfreier Tomatensauce bestreichen, mit Käse belegen, etwa  fünf Minuten in den Pizzaofen schieben, fertig belegen (in unserem Fall mit Bruschetta-Mix oder Prosciutto Crudo und Rucola). Die größte Überraschung bot dabei der glutenfreie Pizzaboden: Im Rohzustand liegt der relativ dicke und gummiartige Teig nämlich in einer Alu-Wanne und sieht nur mäßig appetitlich aus. Erst im Pizzaofen verwandelt er sich dann zu einem fluffigen, krossen Boden, der sich von normalem Pizzateig optisch kaum unterscheidet.

Nachdem wir unsere Pizze mit Experten-Unterstützung fertig belegt hatten, ging es aber noch nicht an die Verkostung, sondern zur Nudel-Station. Wir durften neben Nudeln mit Ratatouille-Sauce das Monats-Special zubereiten, die Pasta „Cervo con Zucca“. Nach dem Anschwitzen der Zwiebel werden dazu feine Würfel vom Hirsch mit Champignons, Austernpilzen, Sellerie und Butternuss-Kürbis angebraten und mit Portwein abgelöscht. Da die glutenfreien Nudeln nicht in den typischen Vapiano-Kochwannen zubereitet werden, sondern im Wok fertiggaren, kommt dann ein guter Schöpfer Gemüsebrühe dazu. Verfeinert wird die Pasta mit  etwas Sahnesauce, Preiselbeeren, Parmesan – und zwei Teelöffel Salz. Glutenfreie Nudeln haben nämlich weniger Eigengeschmack als ihre allergikerfeindlichen Kollegen.

Neben diesen interessanten Side-Facts bot das Kochen an der Pasta-Station auch ein wenig Einblick in den Alltag der Köche, die hier täglich im Minutentakt frische Gerichte zubereiten. Mit einem Wort: Respekt! Wir hatten keine Zeitvorgaben, dafür tatkräftige Unterstützung, und kamen beim Kochen trotzdem ins Schwitzen! Zugegebenermaßen war unser Stress allerdings auch ein wenig dem Umstand geschuldet, dass wir neben Braten und Rühren noch Fotos, Videos und Instagram-Stories produzierten – meist mit dem Plastikhandschuh im Mund, da sich dieser für die Smartphone-Bedienung nur mäßig eignet. 😉

Nachdem alle Teller gefüllt und die ersten Likes sicher waren, ging es  an die heiß ersehnte Verkostung unserer selbstgekochten Gerichte. Das Gerücht, dass vor allem Lifestyle- und Fitnessbloggerinnen nichts essen, kann ich nicht bestätigen – alle Damen langten kräftig zu und ließen es sich schmecken. Kein Wunder, war der Unterschied zu der gewohnten glutenhaltigen Alternative insbesondere bei den Pizzen kaum bemerkbar. Lediglich die Nudeln sind in der Konsistenz etwas „teigiger“ als normale Pasta. Mit der richtigen Sauce ist dieser Unterschied aber kaum bemerkbar.

Fazit für einen Glutenfrei-Neuling wie mich: Auch ohne Getreide kann Italienisch richtig gut schmecken! Bei Kaffee, Tiramisu und einem köstlichen Nocella-Cheesecake im Glas ( das Monats-Special besteht aus einer Frischkäsecreme mit Nutella, Haselnusskeksen und Erdbeeren – ich muss das unbedingt bald selbst ausprobieren!) wurden noch eifrig Blog-Adressen und Instagram-Accounts ausgetauscht, bis wir zum Abschied liebevoll eingepackte Weihnachtsgeschenke überreicht bekamen. So viel Aufmerksamkeit ließ mich fast so rot wie das Packerl werden – in dem sich übrigens eine Packung Nudeln, zwei Pesto-Gläser, eine Tasse und ein Einkaufsbeutel befanden, mit dem wir auch zuhause Vapiano-mäßig Pasta kochen können. Dankeschön!

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Für die Zubereitung glutenfreier Gerichte fällt durch die spezielle Verpackung eindeutig mehr Plastik an, als es bei den regulären Produkten der Fall ist. „Nur zum Spaß“ sollte man glutenfrei als nachhaltig orientierter Kunde deshalb nicht unbedingt bestellen. Für die wachsende Gruppe derer, die durch Lebensmittel-Unverträglichkeiten von Pizza meist nur träumen können, bietet Vapiano aber eine schmackhafte und schnelle Möglichkeit, italienische Klassiker ohne Angst vor den Folgen zu genießen. 

Yum

Kommentare

  1. Leave a Reply

    Tina
    13. Dezember 2016

    Schön verfasst! Hat mich gefreut, dich kennen gelernt zu haben :> bis, hoffentlich, ganz bald!

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      tina
      14. Dezember 2016

      Danke liebe Tina! Hat mich auch sehr gefreut – vielleicht gibt es ja doch bald mehr Blogger-Events in Innsbruck, bei denen man sich trifft! 🙂

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